Angledle

Stumpfer Winkel: Definition, Grad und Beispiele

Stumpfe Winkel verstecken sich in Alltagsgegenständen – ein aufgeklappter Laptop, ein zurückgelehnter Strandstuhl, eine weit aufgeschwungene Tür – und fallen weniger ins Auge als ein scharfer spitzer oder ein ausladender überstumpfer Winkel. Genau deshalb schätzt man sie so leicht falsch ein.

Was ist ein stumpfer Winkel?

Per Definition ist ein stumpfer Winkel ein Winkel, der mehr als 90°, aber weniger als 180° misst: weiter geöffnet als die Ecke eines Quadrats, aber noch keine gerade Linie. Ein nach hinten gekippter Laptop-Bildschirm, ein zurückgelehnter Sitz und eine Tür, die weit über ihren Rahmen hinaus aufgeschwungen ist, zeigen alle einen. Der Name passt: Neben einem scharfen spitzen Winkel wirkt die Ecke schlicht stumpf, wie eine abgestumpfte Klinge – und genau das bedeutet auch das lateinische Fachwort obtusus.

Wie viel Grad hat ein stumpfer Winkel?

Zwischen 90° und 180°, beide Grenzen ausgeschlossen – das lässt 89 ganzzahlige Werte von 91° bis 179°. Über die beiden Grenzen stolpern die meisten: Genau 90° ist ein rechter Winkel, kein stumpfer, und genau 180° ist ein gestreckter Winkel. 120° und 135° sind die stumpfen Winkel, die du auf Sicht kennen solltest, und ein stumpfwinkliges Dreieck hat immer genau eine stumpfe Ecke.

Beispiele aus dem ganzen Bereich

Das ergibt 89 ganzzahlige Werte zum Sortieren, von 91° bis 179°. Fünf nützliche Referenzpunkte, an einem gemeinsamen Scheitelpunkt gezeichnet:

Fünf stumpfe Winkel von links nach rechts angeordnet: 100 Grad (knapp über einem rechten Winkel), 120 Grad, 135 Grad (auf halbem Weg zwischen rechtem Winkel und gerader Linie), 150 Grad und 170 Grad (fast eine gerade Linie).
Fünf stumpfe Winkel in zunehmender Breite gezeichnet

120° ist der nützlichste Wert zum Auswendiglernen. Es ist ein Drittel eines vollen Kreises und jeder Innenwinkel eines regelmäßigen Sechsecks: derselbe Winkel, der in einer Bienenwabe steckt. 135° ist der andere praktische Orientierungspunkt: ein rechter Winkel plus 45°, ungefähr der Winkel einer Flagge auf Halbmast.

Stumpfe Winkel im Alltag

Welcher Winkel ist der stumpfe?

Fünf Winkel, beschriftet mit A bis E, mit 45°, 90°, 120°, 180° und 240°

C (120°) ist der stumpfe: weiter als die Quadratecke von B (90°), enger als die gerade Linie von D (180°). A (45°) ist spitz, und E (240°) geht über die gerade Linie hinaus – das macht ihn überstumpf, nicht stumpf.

Spitzer, rechter, stumpfer, gestreckter und überstumpfer Winkel

Winkelart Gradzahl
Spitzer Winkel größer als 0°, kleiner als 90°
Rechter Winkel genau 90°
Stumpfer Winkel größer als 90°, kleiner als 180°
Gestreckter Winkel genau 180°
Überstumpfer Winkel größer als 180°, kleiner als 360°

Stumpfwinklige Dreiecke

Ein Dreieck mit einem stumpfen Innenwinkel ist ein stumpfwinkliges Dreieck. Die Arithmetik zwingt die anderen beiden Ecken, sich das zu teilen, was von 180° übrig bleibt, was nicht viel ist. Ein 120°-Winkel in einer Ecke lässt nur 60° für die anderen beiden zum Aufteilen übrig.

Ein zweiter stumpfer Winkel passt nicht hinein. Zwei stumpfe Werte allein überschreiten bereits 180°. Dieselbe Logik schließt den Fall stumpf-plus-rechter-Winkel aus. Jedes Dreieck hat höchstens eine stumpfe Ecke.

Supplemente

Zwei Winkel sind supplementär, wenn sie sich zu 180° summieren. Ein stumpfer Winkel paart sich immer mit einem spitzen. Häufige Paare:

Wo immer sich zwei Linien kreuzen, gruppieren sich die vier entstehenden Winkel zu zwei supplementären Mengen. Dieselbe Anordnung erscheint an jeder Ecke eines Parallelogramms.

Übe, stumpfe Winkel zu erkennen

Etwa ein Viertel der täglichen Angledle-Rätsel sitzt im stumpfen Bereich. Der schwierige Teil ist, 100° von 130° von 160° auf Sicht zu unterscheiden. Ein verlässlicher Anker ist 135°: ein rechter Winkel, halb umgekippt. Sobald dieser Wert sich sauber liest, sortieren sich die anderen von selbst. Für mehr Wiederholungen siehe Unbegrenzt-Modus.

Verwandt: spitze Winkel, überstumpfe Winkel, und Winkel ohne Winkelmesser schätzen.

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